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IHK – Industrie- und Handelskammer

Gepostet von Der Ekonomist am Jun 25, 2011 in Das eigene Unternehmen starten - Zusatzinfos | Keine Kommentare

Die Industrie-und Handelskammer steht im Prinzip auf drei großen Säulen. Dazu gehört die wirtschaftspolitische Interessenvertretung, die Erfüllung der vom Staat übertragenen Aufgaben und der Service für die Wirtschaft.

IHK in der Wirtschaft

Eine der wichtigsten Aufgaben der IHK ist dabei die sogenannte Standortpolitik. So soll die IHK in ihrer jeweiligen Region dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für die Unternehmen möglichst positiv gestaltet werden. Zu den Rahmenbedingungen für Unternehmen gehören unter anderem die Infrastruktur mit Energie, Wasser und Verkehr. So ist es auch Aufgabe der IHK, möglichen Investoren bei der Suche nach einem geeigneten Standort zu unterstützen. Die IHK ist aber auch die Stimme der ortsansässigen Unternehmen in Richtung Politik. Erreicht werden kann das, weil Vertreter der IHK bei allen wichtigen Verhandlungen dabei sind. Egal, ob Verhandlungen mit Ministerien oder den Arbeitsämtern zu führen sind, die IHK ist immer dabei. Ähnliches gilt auch bei wichtigen Entscheidungen, die auf Kreis- oder Kommunalebene getroffen werden, auch hier hat die Industrien- und Handwerkskammer ein Beratungs- oder Mitspracherecht. Die Verhandlungen auf den verschiedenen Ebenen sind in den meisten Fällen sehr langwierig und bringen nicht immer gleich messbare Erfolge. Aber auch die kleinen Erfolge sind für die Unternehmer nicht zu unterschätzen. So nimmt die Industrie- und Handelskammer Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in der ganzen Region. Zusätzlich begleitet die IHK Investitionsförderungen und beurteilt die Konjunkturverläufe. Der Einfluss der IHK auf die kommunalen Steuersätze und die regionale Arbeitsmarktpolitik ist nicht zu unterschätzen.

Der Staat überträgt Aufgaben an die IHK

Die IHK hat verschiedene Aufgaben übernommen, für die sonst der Staat oder staatliche Behörden zuständig wären. Begründet wird das ganz einfach damit, dass die IHK bedeutend näher an den Unternehmen ist und deshalb auch besser weiß, welche Sachen erforderlich sind. Durch die Nähe zu den Unternehmen können viele dieser Aufgaben praxisgerechter, effizienter und vor allem kostengünstiger durchgeführt werden. Eine große Rolle spielt die IHK, wenn es um die Berufsausbildung geht. So erteilt die Industrie- und Handelskammer nicht nur Ausbildungsberechtigungen, sondern organisiert auch Aus- und Weiterbildungen. Dabei stellt sie auch im Ausland erworbene Ausbildungszeugnisse den deutschen Zeugnissen gleich. Weitere Aufgaben der IHK sind es zum Beispiel Fachkundeprüfungen bei Personenverkehrs- und Güterkraftverkehrsunternehmen abzunehmen oder gezielt bei Fragen des außenwirtschaftlichen Bereiches zu helfen. In vielen Fällen werden Sachverständige von der IHK gestellt oder vereidigt, außerdem nimmt sie Stellung bei Handelsregistereintragungen oder sorgt dafür, dass Mitarbeiter, auf die in einem Unternehmen nicht verzichtet werden kann, vom Wehr- oder Zivildienst befreit werden.

Dienstleistungen für die Wirtschaft

Neben diesen Aufgaben bietet die IHK auch zahlreiche andere Dienstleistungen an. So unterstützt die IHK die ortsansässigen Unternehmen bei der Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Jugendliche können sich bei der Industrie- und Handelskammer über berufliche Perspektiven und dazu passende Ausbildungsbetriebe informieren. Auch wenn es um rechtliche Fragen im Bereich der Aus-und Weiterbildung geht, ist die IHK der passende Ansprechpartner. Nicht nur Jugendliche können sich wegen Beratung an die IHK wenden, sondern auch Existenzgründer finden hier fachlichen Rat und interessante Informationen. Ein interessanter Service für Unternehmer ist auch die Möglichkeit, über die IHK neue Geschäftspartner im In- und Ausland zu finden.

Foto: unipix – Fotolia

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