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Unternehmensformen – Das Richtige zum richtigen Zeitpunkt

Gepostet von Der Ekonomist am Jun 3, 2011 in Das eigene Unternehmen starten - Voraussetzungen | Keine Kommentare

Unternehmen sind darauf ausgerichtet, auf Dauer einen wirtschaftlichen Gewinn zu erwirtschaften. Das kann mit Sachleistungen, aber auch mit Dienstleistungen geschehen. Die produzierten Güter sollen genauso wie die Dienstleistungen an die Konsumenten bracht werden. Wie das geschieht, liegt in der Regel an der Art des Unternehmens. Das ist dann im Prinzip auch schon alles, was die verschiedenen Unternehmen gemeinsam haben.

Das Unternehmen

Jedes Unternehmen hat nicht nur eine eigene Struktur, sondern auch die Unternehmensformen sind vollkommen unterschiedlich. In der Regel wird die Unternehmensform bei der Gründung schon festgelegt. Oft ändern sich diese Unternehmensformen aber im Laufe der Entwicklung. Trotzdem sollten sich Firmengründer genau mit den unterschiedlichsten Unternehmensformen auseinandersetzen. Nicht nur die Firmenbezeichnung hängt davon ab, welche Unternehmensart gewählt wird, sondern auch die Art der Buchführung, die Höhe der Gewährleistungspflicht und viele andere organisatorische und rechtliche Verpflichtungen.

Das Einzelunternehmen

Wenn es um Unternehmensformen geht, dürfte das Einzelunternehmen die häufigste Art der Unternehmen bei der Geschäftsgründung sein. Wie es der Name schon verrät, gibt es hier nur einen Inhaber, der allen anderen Mitarbeitern weisungsberechtigt ist. In den meisten Fällen werden diese Unternehmensformen von kleinen oder mittleren Unternehmen gewählt. Wenn der Einzelunternehmer allerdings ein Kaufmann ist, wie es zum Beispiel bei Geschäften der Fall ist, muss die Firma den Zusatz e.K für eingetragener Kaufmann oder Kauffrau haben. Der Einzelunternehmer hat allerdings in seinem Unternehmen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Er ist der alleinige Träger aller Pflichten. So muss er zum Beispiel alleine für das Kapital sorgen und hat dafür auch das alleinige Risiko. Der Einzelunternehmer haftet nicht nur mit seinem Firmenvermögen, sondern auch mit dem Privatvermögen. Von seinem Erfolg oder Misserfolg hängt oft die komplette Existenz der ganzen Familie ab.

Die häufigsten Personengesellschaftsunternehmen

Sehr häufig gehört eine Firma nicht nur dem Einzelunternehmer, sondern mehreren Leuten. Wie viele das sind und welche Funktionen sie im Unternehmen haben, hängt oft von der Art der Unternehmensformen ab. Für die Personengesellschaften gibt es auch wieder verschiedene Unternehmensformen. Allen gemeinsam ist dabei, dass sich mehrere Teilhaber die Rechte und auch die Pflichten im Unternehmen teilen. Geregelt werden sie im Handelsgesetzbuch oder auch im Gesellschaftervertrag. Der Vorteil dieser Unternehmensformen ist die höhere Kapitaldecke. Da das Kapital von mehreren Personen aufgebracht wird, ist es in der Regel auch höher als bei einem Einzelunternehmen. Zu den Personengesellschaften gehören unter anderem die OHG (Offene Handelsgesellschaft), die KG (Kommanditgesellschaft), die GmbH & Co.KG und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts.

Kapitalgesellschaften

Neben den Personengesellschaften kennt das deutsche Handelsrecht auch die Kapitalgesellschaften. Die Kapitalgesellschaften sind eine Gesellschaft mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit. Das bedeutet, dass diese Unternehmensformen als juristische Person zu sehen sind. Bei diesen Unternehmensformen steht immer das Kapital im Vordergrund. Kapitalgesellschaften werden durch ihren Eintrag ins Handelsregister gegründet. Vertreten werden sie durch ihre Organe, dem Vorstand. In der Regel haften die Gesellschafter einer Kapitalgesellschaft nicht mit ihrem Privatvermögen. Die einzige Ausnahme ist hier der Komplementär der Kommanditgesellschaft auf Aktien. Nur dieser Komplementär kann auch mit seinem kompletten privaten Vermögen, ähnliche wie bei einer Personengesellschaft, haftbar gemacht werden. Die bekanntesten Kapitalgesellschaften sind die Aktiengesellschaften (AG) und die Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die GmbH.

Bild: Erwin Wodicka – Fotolia

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Selbstständigkeit – Ein schwieriger Weg

Gepostet von Der Ekonomist am Mai 13, 2011 in Das eigene Unternehmen starten - Voraussetzungen | Keine Kommentare

„Viele Wege führen nach Rom“, sagt der Volksmund. Das trifft auch zu, wenn es um die Selbstständigkeit geht. Wichtig ist deshalb, dass jeder, der sich selbstständig machen will, weiß, welche Gründungsform er wählen will. Schon im Vorfeld sollte man sich mit Unternehmensformen wie Franchising, Kleinunternehmen oder Beteiligung auseinandersetzen.

Selbstständig machen

Für alle, die mit dem Gedanken der Selbstständigkeit spielen oder einfach nur für Interessierte gibt es hier ein paar Erläuterungen von wichtigen Begriffen, die alle im Zusammenhang damit stehen. Um eine Neugründung handelt es sich immer dann, wenn praktisch aus dem Nichts eine neue Firma entstehen soll. Eine Neugründung hat natürlich Einiges für sich. So kann derjenige, der sich selbstständig macht von Anfang entscheiden, was er wie machen will. Es gibt keine eingefahrenen Gleise und man ist für alles selber verantwortlich. Der Vorteil bei dieser Art der Selbstständigkeit kann aber auch ein Nachteil sein, denn es gibt weder Kundenbeziehungen, die ausgebaut werden, können noch geschultes Personal, das beim Schritt in die Selbstständigkeit helfen kann.

Was ist Franchising

Ganz anders sieht die Sache mit der Selbstständigkeit beim Franchising aus. Franchising kommt aus dem Französischen und heißt nichts anderes als mieten. Und tatsächlich wird hier wirklich gemietet. Aber es geht nicht um ein Haus oder Geschäftsräume, sondern um eine Geschäftsidee. Beim Franchising werden Produkte oder Dienstleistungen des Franchise-Gebers verkauft oder vermarktet. Das hat den Vorteil, dass man seine Selbstständigkeit nicht von Grund auf allein startet, sondern mit einem eingeführten Produkt. In der Regel ist der Franchise-Geber daran interessiert, dass mit dem Start in die Selbstständigkeit alles gut klappt, denn nur dann verdient er auch gut. Deshalb sollte sich trotzdem jeder, der sich auf diese Art selbstständig machen möchte, alle Verträge und Unterlagen genau durchlesen, denn auch hier gibt es schwarze Schafe. Wichtig ist vor allem, vorher zu prüfen, ob einem dieses Geschäft oder dieses Produkt auch wirklich liegt. Sind die Verträge erst einmal unterschrieben, gibt es meistens kein zurück mehr.

Selbstständigkeit mit Beteiligung

Manchmal hat man zwar das notwendige Starkapital und auch den Wunsch nach Selbstständigkeit, aber keine wirklich gute Idee. Dann gibt es die Möglichkeit der Beteiligung. Eine Beteiligung ist immer dann gegeben, wenn man Kapital in eine Firma investiert, um Anteile an Personen- oder an Kapitalgesellschaften zu bekommen. Bei dieser Form der Selbstständigkeit ist es noch wichtiger, sich die Firma, in die man eintreten möchte, vorher ganz genau anzusehen. Wer sich an einer Firma oder ein Unternehmen beteiligt ist damit nicht nur am Gewinn beteiligt, sondern auch am Verlust. Deshalb sollte man sich diesen Weg sehr gründlich überlegen. Die Firma, die Produkte und vor allem die finanzielle Lage des Unternehmens sollten sehr gründlich von unabhängigen Fachleuten unter die Lupe genommen werden.

Unternehmensnachfolge

Wer sich schon vor längerer Zeit mit einem Unternehmen selbstständig gemacht hat, steht auch irgendwann einmal vor der Frage wer im Bedarfsfall das Unternehmen einmal übernehmen soll. Oft ist so eine Unternehmensnachfolge für jüngere Leute eine gute Möglichkeit in die Selbstständigkeit zu gehen. Der Vorteil liegt hier ganz klar auf der Hand. Unternehmen, die aus Altersgründen abgegeben werden, haben oft schon eine längere Betriebsdauer hinter sich. Es gibt fähige Fachkräfte und natürlich auch bestehende Kundenkontakte. Aber auch genau wie bei der Beteiligung ist es hier sehr wichtig, sich die genaue Betriebssituation gründlich anzusehen.

Picture: ilro – Fotolia

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