Unternehmensgründung – Der Weg in die Selbstständigkeit
Auch wenn es von vielen staatlichen Stellen oft so hingestellt wird, ist der Weg in die Selbstständigkeit nicht wirklich einfach. Ganz im Gegenteil, der Weg ist steinig und mit vielen Hindernissen gepflastert. Eine kleine Checkliste könnte für Existenzgründer dabei ganz hilfreich sein, um sich einen ersten Überblick zu verschaffen.
Wer gründet ein Unternehmen?
Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf den Weg der Selbstständigkeit zu begeben. Die meisten beginnen ihren Weg als Kleinunternehmer. Aber auch Freiberufler oder Künstler sind typische Möglichkeiten für alle, die sich selbstständig machen wollen. Wer ganz genau weiß, wie sein Weg aussehen soll und vor allem, wer auch die nötigen finanziellen Mittel dazu hat, kann natürlich auch gleich als Großunternehmer starten. Aber egal, was für eine Unternehmensform gewählt wird, ein paar Formalitäten müssen überall eingehalten werden und laufen immer nach der gleichen Reihenfolge ab.
Die Geschäftsidee und Standort
Die Grundlage für eine Existenzgründung ist erst einmal die Geschäftsidee. Jemand, der von seiner Idee nicht restlos überzeugt ist, sollte sich auch nicht an eine Unternehmensgründung wagen. Auf der anderen Seite wird ein eigenes Geschäft aber sehr schwierig, wenn man sich nicht vorher wenigstens ein bisschen mit den Zahlen und der Buchhaltung auseinandersetzt. Ist man nach einer gründlichen Analyse immer noch der Meinung, dass eine Unternehmensgründung der richtige Weg ist, folgt die Wahl des richtigen Standortes. Der Standort richtet sich in erster Linie nach der Art der Unternehmensgründung. Will jemand ein Geschäft eröffnen, bei dem er auf Kundenkontakt angewiesen ist, wird er in einem Industriegebiet sicher weniger Erfolg haben. Wer dagegen im produktiven Bereich arbeiten will, ist meisten im Stadtzentrum nicht wirklich gut aufgehoben.
Zu einem großen Teil hängt der Erfolg oder Misserfolg bei der Unternehmensgründung auch von der gewählten Rechtsform ab. Was viele Unternehmensgründer nicht bedenken, ist die Tatsache, dass die Rechtsform nicht nur die zukünftige Entwicklung des Unternehmens prägt, sondern auch in hohem Maße das Erscheinungsbild der Firma nach außen. Das deutsche Recht lässt den Unternehmern hier sehr viel Spielraum, zukünftige Kunden sind da meist bedeutend kritischer. Die Rechtsform beeinflusst zum Beispiel die Art und Höhe der Haftung. Bei einer Unternehmensgründung wird von den meisten Selbstständigen eine Haftungsbeschränkung gewählt. Wichtig ist die Art der Rechtsform auch für die Buchhaltung. Während bei manchen Rechtsformen eine vereinfachte Buchführung in Form der Soll-und Istrechnung reicht, muss es bei anderen Rechtsformen eine ausführliche Buchhaltung sein.
Formalitäten müssen sein
Von der Unternehmensgründung müssen verschiedene staatliche Stellen informiert werden. An erster Stelle steht deshalb die Gewerbeanmeldung. Das gilt auch für erlaubnisfreie Gewerbe. Am besten ist es, schon im Vorfeld zur eigenen Gemeinde oder Stadtverwaltung zu gehen, um das Gewerbe anzumelden. Die Kosten für die Anmeldung betragen meistens zwischen 15,00 und 40,00 Euro. Dafür spart man sich dann aber auch viele Wege, denn die Gemeinde gibt die Gewerbeanmeldung an die anderen stattlichen Stellen weiter und es dauert meistens nicht lange, bis man Post bekommt. Zu diesen Stellen gehören zum Beispiel das Finanzamt, der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften sowie die Industrie-und Handelskammer oder auch die Handwerkskammer. Weitere Unterlagen gehen an die Allgemeine Ortskrankenkasse, das Registergericht und das Statistische Landesamt. Versicherungen sind zwar nicht bei jeder Unternehmensgründung vorgeschrieben, aber sie sollten doch nicht vergessen werden.
Foto: Andreas Haertle – Fotolia
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